Bedingt durch einen uneinsichtigen Wettergott wurde in Durlangen dieses Jahr die Sonnwende vom 19. auf den 25. Juni verschoben. Am Sportplatz angekommen erwartete uns ausser einem idealen ‚Open-Air‘-Wetter bereits ein Dutzend halb besetzter Bierbänke. In gebührendem Abstand, damit dazwischen noch reichlich Platz für die Stehtische blieb, war mitten auf der grünen Wiese ein Pavillon für uns aufgebaut unter dem wir unsere Stellung bezogen.
Irgendwann so nach drei Stunden, mitten im zweiten Set, bekamen wir unerwartet Unterstützung an den Percussions durch den Vorstand Andreas der uns nicht mehr von der Seite wich und uns mit Tipps aus der Entertainerbranche und Bier versorgte. Dankbar nahmen wir beides an. Hinterher sah der Schellenring meiner Kids zwar nicht mehr so aus wie vorher aber egal. Unsere Rache bestand darin dass wir ‚Dead and gone‘ spielten und zwar Andreas mit seinem Kapodaster auf dem 4. und ich auf dem 5. Bund unserer Gitarren. Wir hoffen auch dass John Denvers ‚Country Roads‘, das wir anstelle des Songs von Andrea Berg, den wir leider nicht kannten und wir für die Mama des kleinen Mädchens spielen sollten, für sie in Ordnung ging.
Um zwei Uhr morgens, eigentlich hatten wir gerade erneut beschlossen jetzt endlich mal aufzuhören weil inzwischen weder Finger noch Stimme kooperieren wollten, wurden wir von einem der jüngeren Zuhörer zu einer ‚Unplugged Jam Session‘ genötigt wobei wir Gelegenheit hatten unsere Kenntnisse bezüglich ‚Oasis‘-Songs aufzufrischen. Keine Ahnung wie wir den Absprung letzlich noch schafften, als wir dann wieder zu Hause waren dämmerte es bereits, die Vöglein zwitscherten und wir hatten einen der bislang längsten und geilsten Gigs hinter uns. Vielen Dank an Andrea, den Tennisclub Durlangen, unsere Zuhörer und die Gastmusiker.